Rezensionen


„Zudem erweist Frederic Wianka mit diesen Stilmitteln, aber auch mit dem von Vergeblichkeit und (Selbst-)Entfremdung geprägten Grundton einem anderen Autor seine Reverenz – Wolfgang Koeppen. Hier wie dort überlagern sich die Rollen des Erzählers, des Zeugen, des Betroffenen – des Außenstehenden und des Beteiligten; hier wie dort entziehen sich die Figuren einem eindeutigen Zugriff und lassen Identifikation nicht zu. Und hier wie dort zeigt sich die Erzählung als ein Element, das autobiographisches Sprechen gleichermaßen offenbart wie verdeckt.“

Anette Wörner, Rezensionsforum
literaturkritik.de »

„Das ist nicht nur exakt beschrieben, sondern auch hochkomisch. Der Autor kann was. […] Mit seinem W. hat Frederic Wianka eine komplexe Figur geschaffen, die mir noch ein paar Tage im Kopf herumgeistern wird.“

Lena Riess, Literaturblog
lenariess.de »

„Der junge W. entwickelt einen eigenartigen Sog, Wianka schreibt eigenwillig und poetisch – bildhaft.“

Birgit Böllinger, sätze & schätze
Sätze und Schätze »

„Frederic Wianka wagt sehr viel, indem er in seinem Debut-Roman so eng an Plenzdorf anknüpft … Warum scheitert ein Mensch, der begabt ist? Warum können Prägungen so schwer überwunden werden, auch wenn ihre Ursachen längst Geschichte sind? Was hindert einen Menschen, die Möglichkeiten wahrzunehmen, die sich ihm bieten, was trennt ihn von anderen Menschen, was hemmt ihn, sich zu öffnen? Allen diesen zeitlosen Fragen versucht sich der Autor zu nähern. Die meisten bleiben unbeantwortet. Das Geheimnis dahinter scheint zu sein, dass sie eben zeitlos und damit unbeantwortbar sind. Jede neue Generation muss sich wieder damit herumschlagen. Blaupausen scheint es nicht zu geben … Wer etwas über das Drama unserer Gegenwart erfahren will, greife zu diesem Buch.“

Vera Lengsfeld, Sonntagslektüre
vera-lengsfeld.de »

„Auf mehreren Ebenen erzählend, wechselt er diese mitunter sprunghaft, fesselt aber dennoch durch seine poetisch bildhafte Sprache. Wianka ist ein aufmerksamer Beobachter, er beschreibt weniger die linear im Außen passierenden Dinge, sondern eher seine Innenwelt. Dennoch liest sich sein „Wenderoman“ wie aus einem Guss. Man ist gezwungen, dranzubleiben … Ein literarisch anspruchsvoller Debütroman, dem man ein großes Publikum wünscht.“

Petra Friedmann, ekz.bibliotheksservice